Transgressionen. Energetisierung von Körper und Szene: Das Spiel mit Kräften.

Leiterin: PD Dr. Sabine Huschka

Stud. Mitarbeit: Johanna Heyne, Malte Pieper, Josefine Mühle

Choreographierte Körper eignen Entgrenzungs- und Überschreitungsformen, die mit ästhetischen Strategien der Energetisierung von Körper, Aktion, Raum und Blick übereinkommen. Ihren Darstellungsakten, die durch präzise Wahrnehmungstechniken und Verfahren im Spiel mit Kräften gekennzeichnet sind, gilt das Interesse der Forschung. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu der ästhetischen und kulturellen Potentialität und Funktion choreographierter Körper, Transgressionen im Spiel mit ge- und verborgenen Kräften in Korrelation zum Un/Sichtbaren zu schaffen.
Das transdisziplinär zwischen Tanz- und Theaterwissenschaft angelegte Forschungsprojekt widmet sich damit der Frage, wie choreographierte Körper über Bewegungen, Blicke und räumliche Beziehungen Prozesse der Aktivierung von Energie bewirken. Erkennbar sind ästhetische Strategien einer Energetisierung von Körper und Szene, die analytisch und historisch untersucht werden, um ihre Wahrnehmungspolitiken aufzudecken. Der Gegenstandsbereich der Studie umfasst  moderne und zeitgenössische Bewegungs- und Körpertheorien, Tanztechniken und choreographische Praktiken, wie sie im Bühnentanz, der Performance und Installationen angewandt werden. Welche wahrnehmungsästhetischen Funktionen, Potentiale und Versprechungen übernehmen choreographierte Körper? Wie werden Prozesse der Energetisierung und Transgression theatral eingesetzt und welche kulturellen Funktionen kommen ihnen zu?

Hochschulübergreifendem Zentrum Tanz Berlin (HZT)│UdK Berlin/ HfS "Ernst Busch"│Forschungsdauer 2016 – 2018