Choreographierte Körper im theatron. Auftritte und Theoria ästhetischen Wissens. München: epodium Verlag 2020
(im Druck).

Auf den Bühnen des 18. Jahrhunderts beginnen tanzende Körper als Teil einer bürgerlichen Gesellschafts- und Kulturbildung zu agieren. In den Schauräumen des Theaters zeigen Tänzer handlungsorientierte Bewegungsgestalten, die ihre Körper zu Szenen empfindsamer Erregung figurieren. Damit entwirft das ballet en action den choreographierten Körper zu einem Schauplatz, der einer machtvollen Programmatik der Transgression von Empfindungen folgt: Fortan sollen Tänzer Seelenregungen vorstellen, die sich in die Herzen der Zuschauenden spielen. Radikaler noch als im Schauspiel vollzieht der Bühnentanz einen paradigmatischen Darstellungswandel, mit dem sich ein modernes Verständnis von Choreographie und Künstlertum ankündigt.

Die vorliegende Studie zeichnet die ästhetisch-epistemischen Strukturen dieser Bühnentanzentwicklung in ihren Wissensmodellen, historiographischen Vorbildern und ›bildenden‹ Vorschriften für ›Empfindungen‹ nach. Kritisch befragt und entfaltet wird das hybride Wissensgeflecht des Tanzes. Der analytische Fokus liegt auf jenem doppelten Schauplatz seiner Darstellungskunst, Körper in Bewegung und in Szene zu setzen, um figuriert und bewegend Seelen-Szenarios zu zeigen und transgressiv auszuspielen.  

 

Endfassung Umschlag klein

Sabine Huschka, Barbara Gronau (Hg.): Energy and Forces as Aesthetic Interventions. Bielefeld: transcript 2019.

This volume collects academic as well as artistic explorations highlighting historical and contemporary approaches to the ›energetic‹ in its aesthetic and polit­ical potential. Energetic processes cross dance, performance art and installations. In contemporary dance and performance art, energetic processes are no longer mere conditions of form but appear as distinct aesthetic interventions. They transform the body, evoke specific states and push towards intensities.

International contributors (i.e. Gerald Siegmund, Susan Leigh Foster, Lucia Ruprecht) unfold thorough investigations, elucidating maneuvers of mobilization, activation, initiation, regulation, navigation and containment of forces as well as different poten­tials and promises associated with the ›energetic‹. 

Link zum Buch

BuchcoverModernerTanz

Moderner Tanz. Konzepte – Stile – Utopien. Reinbek: rowohlts enzyclopädie 2002. Zweite Auflage 2012.

Dieses Buch führt die Leser_innen durch die Geschichte des Bühnentanzes im 20. Jahrhundert und stellt die künstlerischen Arbeitsweisen und ästhetischen Leitideen der wichtigsten Choreograph_innen und Theoretiker_innen vor Augen. Der moderne Tanz stellt schillernde Entwürfe einer expressiven und sinnlich sich artikulierenden Körperlichkeit auf die Bühne. Vitalität, Intensität, Authentizität, formale Stringenz und architektonische Gestaltungsideen treffen in der Ästhetik eines sich erneuernden Bühnentanzes aufeinander. Seine Aufführungskunst gewinnt dynamisch und energetisch an Eindringlichkeit.

Mehr Information / Amazon 
Mehr Information / booklooker 

Cunningham Cover

Merce Cunningham und der Moderne Tanz. Körperkonzepte, Choreographie und Tanzästhetik. Würzburg: Königshausen & Neumann 2000.

Merce Cunningham, einer der bedeutendsten Choreographen unserer Zeit, revolutionierte seit Beginn der 50er Jahre kontinuierlich die Ästhetik des modernen Bühnentanzes: Die Tänzer seiner Company entfalten ein dicht verwobenes Bewegungsgeschehen, ohne Musik oder Emotionen zu interpretieren. Den ungewöhnlich präzis und komplex artikulierten Bewegungen ist dabei eine den Cunningham-Stil prägende, konzentrierte Atmosphäre von konfigurativer Eindringlichkeit eigen.
Im vorliegenden Buch werden auf dem Hintergrund der Entwicklungen im Modernen Tanz und der sie programmatisch begleitenden Diskurse nordamerikanischer und deutscher Provenienz die verschiedenen choreographischen Verfahren analysiert und in ihrem ästhetischen Zugriff auf den Körper neu eingeordnet. Cunninghams stets offene, nach neuen Möglichkeiten suchende Attitüde weist auf eine klare Utopie, die in seinen Arbeiten eine erfrischende und überraschende Konkretisierung erfährt.

Buchcover Wissenskultur Tanz

Wissenskultur Tanz. Historische und zeitgenössische Vermittlungsakte zwischen Praktiken und Diskursen, Hrsg. v. Sabine Huschka, Bielefeld: transcript 2009.

Mit Beiträgen von u.a. Natascha Adamowsky, Hartmut Böhme, Gabriele Brandstetter, Franz Anton Cramer, Mark Franko, Günther Heeg, Sabine Huschka, Claudia Jeschke, Gabriele Klein, Volker Schürmann, Christina Thurner, Gerald Siegmund.
Tanz als eigene Wissenskultur zu begreifen, ist nicht selbstverständlich. Doch steht außer Frage, dass dem Tanzen Wissensformen zukommen, die aus Praxeologien und Theoriebildungen hervorgehen. Aber bildet die Tanz-kunst auch eine Wissenskultur? Worin bestünde sie und welche Erkenntnisziele und Erfahrungswerte sind am Werk? Vor diesem Fragehorizont greift der Sammelband in bestehende Diskussionen ein, um aus interdisziplinärer Perspektive das intermediale Feld von Tanz und Wissen zu reflektieren. Namhafte Wissenschaftler/-innen analy-sieren u.a. kulturtheoretische, ästhetische und politische Fragen einer hybriden Kultur, in der Wissen als Prozess begreifbar wird.

Mehr Informationen / transcript Verlag 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen