Tanz/Wissen. Choreographierte Körper im theatron. Auftritte und Theoria ästhetischen Wissens. München: epodium Verlag 2017 (in Vorbereitung).

Die Studie geht theater-, tanz- und kulturtheoretischen Fragestellungen zu den ästhetischen Funktionen und Optionen choreographierter Körper nach. Methodologisch am Begriff des choreographierten Körpers entfaltet, werden Prozesse der Ästhetisierung und Medialisierung körperlicher Bewegungsvorgänge im theatralen Schauraum untersucht und ihre angewandten wie empfohlenen Wissenspraktiken analysiert. Ausgehend vom theatralen Wandel des Bühnentanzes im 18. Jahrhundert faltet der Band einen analytischen Blick auf das komplexe praktische und theoretische Wissen auf, Körper in Bewegung und in Szene zu setzen. Erkennbar werden außergewöhnliche, ja mithin intelligente Wissensformationen einer ästhetischen Gestaltwerdung des Körperlichen.

BuchcoverModernerTanz

Moderner Tanz. Konzepte – Stile – Utopien. Reinbek: rowohlts enzyclopädie 2002. Zweite Auflage 2012.

Dieses Buch führt die Leser_innen durch die Geschichte des Bühnentanzes im 20. Jahrhundert und stellt die künstlerischen Arbeitsweisen und ästhetischen Leitideen der wichtigsten Choreograph_innen und Theoretiker_innen vor Augen. Der moderne Tanz stellt schillernde Entwürfe einer expressiven und sinnlich sich artikulierenden Körperlichkeit auf die Bühne. Vitalität, Intensität, Authentizität, formale Stringenz und architektonische Gestaltungsideen treffen in der Ästhetik eines sich erneuernden Bühnentanzes aufeinander. Seine Aufführungskunst gewinnt dynamisch und energetisch an Eindringlichkeit.

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Cunningham Cover

Merce Cunningham und der Moderne Tanz. Körperkonzepte, Choreographie und Tanzästhetik. Würzburg: Königshausen & Neumann 2000.

Merce Cunningham, einer der bedeutendsten Choreographen unserer Zeit, revolutionierte seit Beginn der 50er Jahre kontinuierlich die Ästhetik des modernen Bühnentanzes: Die Tänzer seiner Company entfalten ein dicht verwobenes Bewegungsgeschehen, ohne Musik oder Emotionen zu interpretieren. Den ungewöhnlich präzis und komplex artikulierten Bewegungen ist dabei eine den Cunningham-Stil prägende, konzentrierte Atmosphäre von konfigurativer Eindringlichkeit eigen.
Im vorliegenden Buch werden auf dem Hintergrund der Entwicklungen im Modernen Tanz und der sie programmatisch begleitenden Diskurse nordamerikanischer und deutscher Provenienz die verschiedenen choreographischen Verfahren analysiert und in ihrem ästhetischen Zugriff auf den Körper neu eingeordnet. Cunninghams stets offene, nach neuen Möglichkeiten suchende Attitüde weist auf eine klare Utopie, die in seinen Arbeiten eine erfrischende und überraschende Konkretisierung erfährt.

Buchcover Wissenskultur Tanz

Wissenskultur Tanz. Historische und zeitgenössische Vermittlungsakte zwischen Praktiken und Diskursen, Hrsg. v. Sabine Huschka, Bielefeld: transcript 2009.

Mit Beiträgen von u.a. Natascha Adamowsky, Hartmut Böhme, Gabriele Brandstetter, Franz Anton Cramer, Mark Franko, Günther Heeg, Sabine Huschka, Claudia Jeschke, Gabriele Klein, Volker Schürmann, Christina Thurner, Gerald Siegmund.
Tanz als eigene Wissenskultur zu begreifen, ist nicht selbstverständlich. Doch steht außer Frage, dass dem Tanzen Wissensformen zukommen, die aus Praxeologien und Theoriebildungen hervorgehen. Aber bildet die Tanz-kunst auch eine Wissenskultur? Worin bestünde sie und welche Erkenntnisziele und Erfahrungswerte sind am Werk? Vor diesem Fragehorizont greift der Sammelband in bestehende Diskussionen ein, um aus interdisziplinärer Perspektive das intermediale Feld von Tanz und Wissen zu reflektieren. Namhafte Wissenschaftler/-innen analy-sieren u.a. kulturtheoretische, ästhetische und politische Fragen einer hybriden Kultur, in der Wissen als Prozess begreifbar wird.

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